
2. HRK-Empfehlung zur Zukunft der Kleinen Fächer (Februar 2007)
Die Senats-Empfehlung vom 13. Februar 2007 enthielt folgende Hauptaussagen:
a) Die Kleinen Fächer sind wissenschaftlich insgesamt sehr leistungsfähig und tragen wesentlich zum wissenschaftlichen Profil und zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit jener Hochschulen bei, in deren Disziplinenspektrum sie vertreten sind.
b) Um ihre Potenziale und ihre Präsenz in Deutschland langfristig zu sichern und zu stärken, müssen den Kleinen Fächern adäquate Arbeitsbedingungen zur Verfügung gestellt werden (bewusste Schwerpunktsetzung im Spektrum der Disziplinen am Standort, entsprechendes fachliches Umfeld mit Kooperationsmöglichkeiten in Lehre und Forschung auf lokaler und überregionaler Ebene, eine den Aufgaben angemessene Personalausstattung und -struktur sowie ausreichende finanzielle Ressourcen).
c) Die Kleinen Fächer müssen an der Entwicklung eigener, ihnen spezifischer Kriterien für die Mittelzuweisung aktiv mitarbeiten, um nicht durch Anwendung der üblichen Kriterien der Mittelzuweisung (z.B. Zahl der Studierenden) unangemessen eingeschränkt und beschädigt zu werden. Sie müssen durch Gewährleistung hoher Qualitätsstandards in Forschung, Lehre, Ausbildung und Wissenstransfer ihren Beitrag zur nachhaltigen Verankerung im deutschen Hochschulsystem leisten.
d) Als konkrete Fördermaßnahmen werden eine Bestandsaufnahme (Kartierung) der Kleinen Fächer, die Einrichtung einer Service-Stelle zur Unterstützung und Koordinierung von Planungsentscheidungen und eine Förderinitiative in Gestalt eines qualitätsorientierten Wettbewerbs empfohlen.
3. Projekt "Kartierung der Kleinen Fächer"/1. Phase (2007/2008)
Die Arbeitsstelle Kleine Fächer an der Universität Potsdam unter Leitung von Prof. Dr. Norbert P. Franz hat für ca. 110 Kleine Fächer je eine Tabelle mit wichtigen Standortmerkmalen (Name von Fach und Institut, Zahl der unbefristeten Professuren in 1987, 1997 und 2007) erarbeitet und die Ergebnisse anhand von Deutschlandkarten illustriert, in die die Standorte des jeweiligen Kleinen Faches eingetragen worden sind. Damit ist eine erste Evidenz über die Entwicklung der Kleinen Fächer in den zurückliegenden 20 Jahren geliefert worden. Im einleitenden Kapitel "Grundsatzfragen und Methodik" wurde in Fragen der Definition des Begriffs "Kleine Fächer" eingeführt und die Methodik der Untersuchung erläutert.
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4. Projekt "Kartierung der Kleinen Fächer"/2. Phase (2009-2012)
Das aktuell laufende Projekt wird wieder mit Mittel des BMBF realisiert und von der Arbeitsstelle Kleine Fächer der Universität Potsdam durchgeführt. Es verfolgt das Ziel, die Informationen über die Situation der Kleinen Fächer weiter zu vertiefen. Neben der Erweiterung der Standortinformationen um weitere Parameter sollen insbesondere die von den Kleinen Fächern angebotenen Studiengänge analysiert und daraus Schlüsse auf die Situation der Kleinen Fächer gezogen werden. Die Ergebnisse werden in einer Datenbank laufend aktualisiert, die in eine Projekthomepage eingebunden ist.
Bitte richten Sie Informationen zur Situation Kleiner Fächer an den einzelnen Standorten an:
Arbeitsstelle Kleine Fächer an der Universität Potsdam
Prof. Dr. Norbert P. Franz/Projektleiter
Dr. Katrin Berwanger/Projektmitarbeiterin
Universität Potsdam
Am Neuen Palais, Haus 01, Raum 2.07
Tel.: 0331-977-1758
Email: kleinefaecher[at]uni-potsdam.de
Web: www.kleinefaecher.de
HRK:
Dr. Ulrich Meyer-Doerpinghaus
Projektleiter Kleine Fächer
Tel. 0228/887-150
meyer[at]hrk.de