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Abschlusskonferenz des Pilotprojekts "Prozessqualität für Lehre und Studium - Konzeption und Implementierung eines Verfahrens der Prozessakkreditierung"

18./19.10.2006, Berlin

Am 18. und 19. Oktober 2006 fand im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin die Abschlusskonferenz zum Pilotprojekt „Prozessqualität für Lehre und Studium – Konzeption und Implementierung eines Verfahrens der Prozessakkreditierung“ statt.

Seit Anfang 2005 förderte das BMBF dieses Pilotprojekt, in dem die Universitäten Bayreuth und Bremen, die Fachhochschulen Erfurt und Münster sowie ACQUIN e.V. und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zusammenarbeiten.

Auf der Abschlusskonferenz wurden die Ergebnisse des zweijährigen Projekts der interessierten Hochschulöffentlichkeit vorgestellt. Im Mittelpunkt der Konferenz standen neben einer Vorstellung der Projektinhalte und einer Spiegelung der Ergebnisse aus der Perspektive unterschiedlicher Akteure die Ziele und Lösungsansätze der beteiligten Hochschulen.

Zu der Veranstaltung waren über 300 Experten aus Hochschulen, Agenturen und Verwaltung aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin gekommen. Diese hohe Resonanz ist Ausdruck des großen Interesses, das an der Fortentwicklung des Systems der Akkreditierung besteht.

Am Mittwoch, den 18. Oktober, wurde von Vertretern aus Politik und aus den Hochschulen insbesondere der potentielle Nutzen von Managementsystemen für die Hochschulen hervorgehoben. Das System der Prozessakkreditierung bietet die Chance, die Qualitätssicherung an deutschen Hochschulen zu systematisieren und zu intensivieren. Die externe Begutachtung der internen Qualitätsprozesse entspricht genau dem Verfahren, wie es auf europäischer Ebene in den Standards and Guidelines seit der Konferenz von Bergen verabredet ist. (Link zu den entsprechenden Beiträgen siehe unten.)

Am Donnerstag, den 19. Oktober, stellten die Einzelhochschulen ihre Erfahrungen mit dem jeweiligen Qualitätssicherungssystem an ihren Hochschulen vor. In der Ergebnispräsentation aus den Workshops wurde deutlich, dass jede Hochschule ein jeweils eigenes Modell der Qualitätssicherung entwickelt hatte. Von allen Hochschulen wurde hervorgehoben, dass eine systematische Planung und Beschreibung der die Qualität sichernden Prozesse zunächst zwar einen gewissen Aufwand bedeutet, dieser aber von den Hochschulangehörigen in der Regel als sinnvoll und angemessen angesehen wird. (Link zu den entsprechenden Beiträgen siehe unten.)

In der abschliessenden Diskussion wurde betont, dass sich derzeit die politische Chance bietet, das System der Qualitätssicherung durch die Einführung der Prozessakkreditierung weiterzuentwickeln. Dabei waren sich die Diskutanten einig, dass die Prozessakkreditierung die bisherigen Verfahren der Akkreditierung ergänzen solle und es der Entscheidung der Hochschulen überlassen bleiben müsse, welches Verfahren der Akkreditierung sie wählen.

Die Diskussion zeigte auch gewisse Unsicherheiten in Bezug auf das Verfahren der Prozessakkreditierung: so muss noch genauer festgelegt werden, in welcher Weise verschiedene Interessenvertreter wie Studierende oder Vertreter des Arbeitsmarkts sachgerecht an dem Verfahren teilnehmen können. Außerdem sind die im Verlauf des Projekts erstellten Kriterien der Beurteilung der Prozesse noch zu präzisieren und weiterzuentwickeln.

Die bisherigen Ergebnisse ermutigen, an die Ergebnisse des Pilotprojekts anzuknüpfen und die Erfahrungsbasis mit einem erweiterten Kreis an Hochschulen und Agenturen zu verbreitern.


Programm 

18.10.2006:

Grußwort MinDirig Peter Greisler

Begrüßung und Einführung - Dr. Christiane Ebel-Gabriel

Das Pilotprojekt - eine Einführung und summarische Ergebnispräsentation "Projektanliegen und Projektdurchführung" - Thomas Reil 

Ergebnisse aus der Sicht der Hochschulen - Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Ruppert und Prof. Dr. Klaus Niederdrenk

Ergebnisse aus der Sicht der Akkreditierung - Prof. Dr.-Ing. Gerd Zimmermann

Ergebnisse aus der Sicht des Wissenschaftssystems - Dr. Josef Lange

Prozessakkreditierung - Kriterien und Verfahren - Dr. Ulrike Roßner

19.10.2006:

Prozessakkreditierung als Beitrag zur Stärkung der Verantwortlichkeit und Autonomie der Hochschulen - eine Bewertung aus europäischer Sicht  - Dr. Stephan Bieri

Prozessqualität für Lehre und Studium - Ziele und Lösungsansätze der Projekthochschulen (4 parallele Arbeitsgruppen):

AG 1: Konzeptentwicklung für das Qualitätsmanagementsystem in Lehre und Studium - Fachhochschule Münster

AG 2: Implementierung des Qualitätsmanagementsystems für Lehre und Studium - Universität Bayreuth

AG 3: Nachhaltigkeit und Flexibilität: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in Lehre und Studium - Universität Bremen

AG 4: Vorbereitung auf die Prozessakkreditierung: Anforderungen an die Organisation von Kommunikationsprozessen - Fachhochschule Erfurt

Prozessqualität für Lehre und Studium - Erfahrungen der Gutachtergruppe "Prozessqualität"
Professor Dr. Reinhard Zintl und Professor Dr. Monika Gross
 

Posterausstellung:
Fachhochschule Münster

Pressemitteilung

Fotos:
18.10.2006, 19.10.2006