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24. Juni 2003
Verleihung des Preises für "Herausragende Leistungen in der internationalen Hochschulzusammenarbeit“
an Hochschullehrer der Universitäten Bielefeld - Dortmund - Nowgorod, der Fachhochschule Fulda und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Christoph Matschie, hat am 24. Juni 2003 namens der Bundesministerin für Bildung und Forschung zusammen mit dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Klaus Landfried, in Berlin den "Preis für herausragende Leistungen in der internationalen Hochschulzusammenarbeit“ verliehen.
Der vom Bundesminister für Bildung und Forschung (BMBF) 1990 gestiftete und mit insgesamt 15.000 € dotierte Preis zeichnet Angehörige der Hochschulen für persönliches Engagement und beispielhafte Arbeit in der Kooperation mit ausländischen Hochschulen in Studium, Lehre und akademischen Austausch aus. Die Auswahl der Preisträger liegt bei einem Auswahlausschuss der Hochschulrektorenkonferenz.
Staatssekretär Matschie stellte in seiner Ansprache zur Verleihung des Preises fest: „Die [...] Preisverleihung zeigt, dass es in Deutschland vorbildliche Hochschullehrer und [...] Hochschullehrerinnen gibt, die in exzellenten Netzwerken international zusammenarbeiten, hervorragende, für deutsche und ausländische Studierende gleichermaßen überaus attraktive Studienmöglichkeiten anbieten und damit weit über ihren Fachbereich und ihre Hochschule hinaus ausstrahlen. Sie sind uns Vorbild und Ermutigung auf dem Weg im Bologna-Prozesses hin zum Europäischen Hochschulraum“.
Die Preisträger des Jahres 2001/ 2002 sind:
Die Gruppe
Prof. Dr. phil. Ludwig Huber (Universität Bielefeld)
Dr. phil. Michael Schräder (Universität Bielefeld),
Prof. Dr. phil. Johannes Wildt (Universität Dortmund) zusammen mit ihrem ausländischen Partner
Prof. Dr. Michail Pewsner (Staatliche Universität Nowgorod)

Die Preisträger aus Bielefeld, Dortmund und Nowgorod mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Matschie nach der Preisverleihung
(von.l. nach r.): Dr. Schräder, PStS Matschie, Prof. Pewsner, Prof. Huber und Prof. Wildt.
in Anerkennung langjähriger wissenschaftlicher Kooperation zur Neuorientierung der Hochschuldidaktik und Curriculum-Entwicklung an der Staatlichen Universität Nowgorod mit Austauschbeziehungen für Studierende und Wissenschaftler, der Förderung der wissenschaftlichen Fort- und Weiterbildung sowie komplexen Verbundprojekten zur Schulreform und Lehrerbildung in der Region.
Prof. Dr. rer. pol. Josef Neuert (Fachhochschule Fulda)

Prof. Neuert, Fachhochschule Fulda, im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Matschie
in Anerkennung des Aufbaus, der Organisation und der Leitung des transatlantischen multinationalen Hochschulnetzwerks European-American University mit der Integration gemeinsamer, international ausgerichteten betriebswirtschaftlicher Studien- und Weiterbildungsprogramme, Anwendungsforschung und einem Faculty Development Program.
Prof. Dr.-Ing. Michael Schmidt
Prof. Dr. rer. nat. habil. Gerhard Wiegleb
(Brandenburgische Technische Universität Cottbus)
- als Sonderpreis -

Verleihung des Preises an Prof. Wiegleb (l.) und Prof. Schmidt (Mitte), BTU Cottbus, durch den Parlamentarischen Staatssekretär Matschie
in Anerkennung von Konzeption und Aufbau des Studienprogramms Environmental and Resource Management. Im Verbund mit 20 Partnerhochschulen international ausgerichtet, fachlich an Grundsätzen des United Nations Development Program orientiert und in vorbildlicher Weise nach den Standards der Bologna-Erklärung organisiert, bildet das Programm eine Struktur zur Internationalisierung von Lehre und Studium sowie zur Förderung internationaler Mobilität, die beispielhaft auf die gesamte Universität ausstrahlt
In seiner Ansprache sagte der HRK- Präsident Prof. Landfried: „Das Engagement und die Leistungen der Preisträger sind überzeugende Beispiele dessen, was Internationalität bewirken kann“, nämlich:
- Die Internationalisierung des Studiums - sowohl in den Inhalten als auch in den Formen, die Mobilität erleichtern, wie Kreditpunkte und Modularisierung in der Curriculum- und Studienplanung sowie Anerkennung von Leistungen;
- Die Organisation des Studiums durch gestufte Abschlüsse, die sich nicht in einem reinen Formalismus erschöpfe, sondern - recht verstanden - die Antwort auf die Internationalisierung und auf Wandlungen von Berufsbildern, Beschäftigungsformen, Bildungs- und Ausbildungserwartungen sei;
- Die Einbindung internationaler "Optionen und Offerten" in eine eigene, langfristig angelegte internationale Orientierung der Hochschulen. Bewusste Planung und Anlage internationaler Kontakte und Kooperationen, die sich auf die Stärken in Lehre und Forschung stütze müsse in der Hochschule organisatorisch verankert sein, als Voraussetzung dafür, dass aus der Internationalität auch ein Mehr erwächst - quantitativ, konzeptionell, in größerer und nachhaltiger Anwendungsbreite der Ressourcen, in der Verbindung mit der Berufs- und Arbeitswelt.
Prof. Dr. Stefan Hormuth, Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz für Internationale Angelegenheiten und Vorsitzender des Auswahlausschusses der HRK, hielt die Laudationes mit der Würdigung der Leistungen der Preisträger.
"Die mit dem Preis verbundene Absicht - so Prof. Hormuth - 'persönliches Engagement' in 'beispielgebenden Leistungen' für die internationale Orientierung und Kooperation mit dem Ausland auszuzeichnen, führt (...) zu der Abwägung von Engagement der Person und dem exemplarischen Herausstellen einzelner Konzepte, Formen und Instrumente in der internationalen Zusammenarbeit. In dieser Wechselwirkung sehe ich über die Würdigung der persönlichen Leistung hinaus die 'öffentliche Funktion' des Preises, nämlich die Vielfalt der Aufgaben und Formen internationaler Zusammenarbeit darzulegen, mit den vorteilhaften und bereichernden Wirkungen, die sich daraus immer wieder entfalten."
Die Preisverleihung am 24. Juni 2003 fand in Berlin im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft statt.
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| Das Preisverfahren |
Der Preis „Herausragende Leistungen in der internationalen Hochschulzusammenarbeit" des Bundesministers für Bildung und Forschung (BMBF) wurde 1990 vom damaligen Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, Jürgen W. Möllemann, bei einer OECD-Konferenz zur Internationalisierung der Hochschulen in Hannover gestiftet.
Mit ihm sollen persönliches Engagement und beispielgebende Arbeit von Angehörigen der Hochschulen in der internationalen Hochschulzusammenarbeit, namentlich im Bereich von Studium und Lehre, ausgezeichnet werden. Der mit € 15.000,- dotierte Preis wird jährlich vergeben und in einer öffentlichen Veranstaltung verliehen.
Das Preisverfahren - Ausschreibung und Auswahl - ist der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) übertragen. Der Auswahlausschuss besteht aus vier von der HRK benannten Hochschullehrern sowie dem Vizepräsidenten für Internationale Angelegenheiten der HRK als Vorsitzenden.
Die jährliche Ausschreibung (Muster) des Preises geschieht
- mit Rundschreiben der HRK an die Hochschulen,
- auf der HRK-Homepage,
- in der Deutschen Universitätszeitung (DUZ) und
- in der ZEIT.
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Muster der Ausschreibung Preis „Herausragende Leistungen in der internationalen Hochschulzusammenarbeit" [75 KB]
Teilnehmer/innen an der Preisauswahl müssen vorgeschlagen werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht zulässig. Vorgeschlagen werden kann jedes Mitglied einer deutschen Hochschule (Wissenschaftliches Personal, Studenten, nicht-wissenschaftliches Personal; auch Gruppen). Personen, die eine Nomination einreichen, müssen nicht einer Hochschule angehören („jedermann“).
Die Nominationsunterlagen - Ausschreibungstext, Nominationsbogen (Muster) und evtl. weitere Hinweise zur Nomination - können jeweils nach Ausschreibung bei der HRK angefordert und/oder hier in der aktuellen Fassung heruntergeladen werden.
Muster Nominationsbogen Preis „Herausragende Leistungen in der internationalen Hochschulzusammenarbeit" [81 KB]
Die Verleihung des Preises - erstmals 1991 - hat in der Öffentlichkeit und in den Hochschulen gleichermaßen das Bewusstsein für die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit der Hochschulen und ihre vorteilhaften und bereichernden Wirkungen gestärkt - dies schon in einer Zeit, als „Internationalisierung“ noch nicht wie heute selbstverständlich die hochschulpolitische Agenda bestimmte.
Die bisherigen Preisträger - Hochschullehrer und Studierende aus Universitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen, als einzelne Personen und in Gruppen - haben hier auch Schrittmacherdienste geleistet. Sie verkörpern "lebendig" mit ihrem persönlichen Engagement immer auch exemplarisch Konzepte, Formen und Instrumente, mit denen sich die Internationalität der Hochschulen innovativ gestalten lässt. Mit ihren Leistungen haben sie vielfach vor- und mitgeprägt, was heute die hochschulpolitische Tagesordnung bestimmt, soweit es die Internationalisierung betrifft. Z. B.:
- bi- und multinationale gemeinsame Studienprogramme und Abschlüsse, die spezielle Ausbildungskompetenzen von Hochschulen in verschiedenen Ländern wirksam und vorteilhaft zusammenführen;
- die Verknüpfung von Studium und praktischen Formen der Ausbildung in international tätigen Unternehmen und Institutionen;
- Postgraduierten-Programme (Magister/Master) für ausländische Studierende, die fachliche Weiterbildung und anwendungsorientierte Forschung in den Heimatländern koppeln;
- Aufbau und Neugestaltung der Zusammenarbeit mit Hochschulen in mittel- und osteuropäischen Staaten;
- die Neugestaltung von Studiengängen zur Stärkung der internationalen Kompatibilität der Ausbildung mit gestuften Abschlüssen, ergänzt und optimiert durch Kreditpunktsysteme, Modularisierung, Regelungen zur Anerkennung von Studienleistungen und akademischen Graden.
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Liste der Preisträger [24 KB]
Dabei wird aber auch stets deutlich, dass es - jenseits aller institutionellen Förderung - immer eines hohen Maßes an persönlichem Interesse, Motivation und Einsatz bedarf, um Wege für internationale Mobilität, Kooperation und internationalen Austausch zu ebnen. Das Engagement und die Leistungen, die jedes Jahr ausgezeichnet werden, sind überzeugende Beispiele dessen, was Internationalität bewirken kann.
Die Vergabe des Preises ist auch in einem anderen Sinn stellvertretend und exemplarisch: Die stattliche Zahl der Nominationen - zwischen 60 und 80 in jedem Jahr - zeigt eindrucksvoll, welch großes Engagement und konzeptioneller Reichtum in viele Projekte akademischer Internationalität investiert und auch ohne Preisvergabe umgesetzt wird.
| Nominationsunterlagen, weitere Informationen, Kontakt |
Nominationsbogen (Vorlage) [15 KB]
Text der aktuellen Ausschreibung [16 KB]
Nominationsbogen (Formular) [15 KB]
Hinweise für Nominationen [16 KB]
Kontakt:
Hochschulrektorenkonferenz, Internationale Abteilung/Referat C5,
E-Mail: juette@hrk.de
HRK/C5-06.04