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Berlin, 10. Juni 2011 - 33/2011


Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung: HRK-Fachtagung zu Chancen und Herausforderungen für die Hochschulen

Nach der Schule stellt sich für viele Abgänger die Frage: Studium oder Ausbildung? Dabei muss dies kein Entweder-Oder sein.
Immer mehr Hochschulen bieten heute so genannte duale oder triale Studiengänge an. Diese verbinden wissenschaftliches Studium mit praktischer Ausbildung, entweder durch Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen oder von Hochschule, Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Am Ende ihrer Ausbildung haben die Absolventinnen und Absolventen sowohl einen Berufs- als auch einen Hochschulabschluss in der Tasche.
Für Berufstätige ist eine weiterführende Qualifizierung durch ein Studium attraktiv. Damit sie dafür ihren Job nicht aufgeben müssen, bieten sich Teilzeitstudiengänge an, die auch berufsbegleitend absolviert werden können.
 
Solche flexiblen Studienangebote, die berufliche und akademische Bildung stärker verknüpfen, werden immer wichtiger. Der Wunsch nach individuellen Bildungszugängen wächst. So lautete der Tenor einer vom Projekt nexus der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) organisierten Fachtagung in Berlin. Es bestehe ein zunehmender Bedarf an flexiblen Studienangeboten, erklärte Professor Dr. Andrä Wolter von der Humboldt-Universität Berlin. Jeder vierte bis fünfte Studierende studiere heute faktisch in Teilzeit, der Anteil der Teilzeitstudiengänge jedoch liege bei lediglich drei Prozent, so Wolter.
 
Für den dementsprechend notwendigen Ausbau durchlässiger Studienprogramme forderten die Konferenzteilnehmer eine angemessene Finanzierung. Auch die Beratungsangebote müssten ausgeweitet, die Studienfinanzierung durch BAföG oder durch besondere Stipendien gesichert werden. Eine lohnende Investition, wie Dr. Peter A. Zervakis, Projektleiter von nexus, betonte: „Durchlässige Studienprogramme bieten den Hochschulen die Möglichkeit, ihr Profil weiterzuentwickeln und können dazu beitragen, neue Zielgruppen für ein Hochschulstudium zu gewinnen. Ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräftebedarf zu begegnen.“

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