
In drei Arbeitsgruppen und zwei Plenumssitzungen wurde diskutiert, welche Hochschulstrukturen die Qualitätsentwicklung als Teil der Gesamtstrategie der Hochschulen befördern bzw. wie die Akteure an den Hochschulen mit Hilfe von transparenten Prozessen und durch Wissensmanagement Gestaltungsspielräume in der Hochschulentwicklung definieren und nutzen können ("Herausforderungen als Chancen").
Insgesamt stand die Frage nach den richtigen Strukturen stark im Fokus der Beiträge der Referenten und der Diskussionen. Einigkeit bestand insoweit, dass es keine einheitliche optimale Organisationsstruktur für Hochschulen gibt, und dass Strukturfragen immer auch mit Machtfragen verknüpft sind. Erfolgreiche Leitungs- und Entscheidungsprozesse wurden - so die Erfahrungsberichte - dann erlebt, wenn eine hohe Partizipation und Transparenz in der Entscheidungsfindung gegeben war, etwa durch moderierte "Zukunftswerkstätten" einzelner Hochschulgruppen zur "Aktivierung von Wissen", mit Hilfe von Experten in Projekten vorbereiteter Entscheidungsvorlagen (Lüthje) oder durch die Zusammenlegung von Zuständigkeit, Verantwortlichkeit und Aufgabenerfüllung auch auf dezentraler (Fakultäts-) Ebene (Weber).
Im Bereich der Anforderungen an die Akteure wurde eine Zunahme von neu zugeschnittenen Berufspositionen an Hochschulen festgestellt, die die Einrichtungen in den Bereichen Management, Dienstleistung, und Ausdifferenzierung der Lehr- und Forschungsfunktion bei Recherche, Konzeption und Projektierung in der Hochschulentwicklung unterstützen (Kehm). Die Personal- und Organisationsentwicklung wurde als kontinuierlicher Veränderungsprozess und als Vehikel für die Gestaltung einer "Lernenden Organisation" gesehen, die in der gegenwärtigen Situation umfassender Umstrukturierungen (BA-MA-Umstellung/ neues Steuerungsmodell) neuen Anforderungen begegnet. Personalentwicklung wurde dabei als nicht delegierbare Aufgabe der Universitätsleitung verstanden (Mehrtens).
Für den Bereich des Wissensmanagements wurde bei wachsender Autonomie der Hochschulen und stärkerer Leistungsorientierung in der Mittelvergabe die Entscheidungsunterstützung durch sachgerechte Berichtssysteme und Controlling als Erfordernis gesehen, um Informationen über die Bereiche Lehre, Forschung, Verwaltung/Infrastruktur und Organisation liefern zu können. Dazu wurden Strukturen und Möglichkeiten der Umsetzung vorgestellt (Vinek, Schumann).
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung können Sie den Beiträgen entnehmen. Eine Tagungsdokumentation ist in Vorbereitung.
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