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2./3.3.2006, Berlin "Qualitätssichernde Verwaltungsprozesse in der Umsetzung zu Bachelor und Master"

7. Arbeitstagung zu Evaluation und Qualitätssicherung an Hochschulen, Fachhochschule für Wirtschaft Berlin


Die Tagung – die siebte innerhalb einer Tagungsreihe des Arbeitskreises – richtete den Fokus verstärkt auf die Verwaltungsprozesse an Hochschulen und das reibungslose Ineinandergreifen von Ministerialverwaltung und Verwaltung der Einzelhochschulen. Die Umstellung der Studienprogramme auf Bachelor- und Masterabschlüsse erfordert nicht nur eine Umstrukturierung in Studium und Lehre, sondern bewirkt auch die Veränderung der unterstützenden Verwaltungs- und Organisationsprozesse an Hochschulen. So verlangen die Auswahlverfahren bei der Zulassung zum Bachelor- und die Übergangsverfahren in den Masterstudiengang nach innovativen, an qualitativen Kriterien orientierte Lösungen. Die Modularisierung und die Einführung eines Leistungspunktsystems setzen eine wirksame Unterstützung durch angepasste elektronische Tools voraus.

Die Verwaltungsabläufe operieren durch die Veränderungen im Rahmen des Bologna-Prozesses unter anderen Maßgaben, die – wie die Ergebnisse der Workshops bestätigten – höchst individuell auf die einzelne Hochschule zugeschnitten werden müssen und nicht problemlos von einer Verwaltung auf die nächste übertragen werden können. Daneben spielen Vorgaben durch die Gesetzgebung der Länder eine erhebliche Rolle. Auch sind mehrere Länder dabei, elektronische Verfahren zur Unterstützung ministerieller Verwaltungsprozesse auf Länderebene einzuführen. Autonomie der Hochschulen, Zielvereinbarungen und Hochschulprofile sind Variablen, die die Hochschulverwaltungen prägen. Es wurde eine Reihe von Modellen der Qualitätssicherung in den Verwaltungsprozessen vorgestellt, die positive Anstöße vermittelten, die sich jedoch zumeist noch in der Erprobungsphase befinden.

Über hochschulinterne Verwaltungsfragen hinaus richtete sich der Blick auf den Komplex von Hochschulleitung und Hochschulsteuerung – wie kann die angestrebte Handlungsfreiheit der Hochschulen verwirklicht werden, wenn sich die Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Wissenschaftsverwaltung und Politik verschieben? Wie kann die Qualität von Studienprogrammen und Verwaltungsprozessen langfristig gesichert und verbessert werden, so dass auch nach der Reform der föderalen Struktur deutschlandübergreifende und internationale Standards eingehalten werden? Diesen Fragen wird in Zukunft nachzugehen sein.

Die Dokumentation der Tagung finden Sie hier.