
Etwa 380 Personen hatten sich in der Beethovenhalle in Bonn eingefunden, um über die aktuellen Themen in der Qualitätssicherung zu diskutieren. Dabei bildeten Systemakkreditierung, Rankings und Learning Outcomes die Schwerpunktthemen.
Im Bereich der Systemakkreditierung sind durch die Beschlüsse des Akkreditierungsrates erste Wegweiser aufgestellt worden, doch eine detaillierte Karte fehlt. Auch mit Blick auf den Kriterienkatalog gilt es noch den Mittelweg zu finden zwischen Ungenauigkeit und einer zu hohen Regulierungsdichte. Die Zulassungsvoraussetzungen, die Programmstichproben und deren Verknüpfung mit Programmakkreditierung werden sicherlich weiter diskutiert werden. In den Foren standen der neue Platz der Evaluation in diesem System, die Umsetzung von Genderaspekten, Absolventenstudien und die Qualifizierung der Gutachterinnen und Gutachter im Mittelpunkt.
Wie Rankings zur Qualität von Studium und Lehre beitragen können, die sich bisher überwiegend auf Forschung beziehen, ist noch etwas undeutlich. Ihr Einfluss auf die Hochschulen ist jedoch nicht zu leugnen. Wenn Profilbildung und Diversität der Hochschulen als unabdingbar für die Qualitätsentwicklung gelten, Rankings aber zu Uniformität beitragen, da sich die überwiegende Zahl der Hochschulen nach ihren Kriterien ausrichtet, stehen wir einem Dilemma gegenüber, dessen Lösung noch nicht absehbar ist.
Das Ausmaß des Perspektivwechsels, der durch die Orientierung an Learning Outcomes gekennzeichnet ist, scheint noch nicht ganz fassbar zu sein. Deutlich geworden ist jedoch, dass Learning Outcomes das Bindeglied zwischen Studienprogrammen, Qualitätssicherung und dem Qualifikationsrahmen darstellen. Hier sind die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen, die Schnittstellen zwischen beruflicher und Hochschulbildung, die Einbindung neuer Abschlüsse in den Arbeitsmarkt von großer Bedeutung.
In allen drei Bereichen ist die Einbindung in die internationale, besonders die europäische Dimension von größter Wichtigkeit. Mit Blick auf Anerkennungsfragen, das Europäische Register der Qualitätssicherungsagenturen und die Bewertung der Qualitätssicherungssysteme ist der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland nicht unverzichtbar.
Die Bedeutung von Terminologie, von Sprache und Begriffen ist an beiden Tagen überaus deutlich geworden. Es bleibt eine dringende Aufgabe für die Zukunft, zum größeren Verständnis aller mit Qualität befassten untereinander, hier größere Klarheit herzustellen.
Forum A1
Anja Gadow
Georg Reschauer
Dr. Dieter Timmermann
Moderation: Prof. Dr. Günther Dey
Forum A2
Kalinka Huber
Dr. Martin Winter
Moderation: Dr. Anke Rigbers
Forum A3
Prof.'in Dr. Ruth Becker
Dr. Edit Kirsch-Auwärter
Regina Weber
Moderation: Dr. Anke Burkhardt
Forum A4
Prof. Dr. Eva Arnold
Harald Schomburg
Moderation: Dr. Maike Reimer
Vortrag
Prof. Dr. Abebe Dinku
Vortrag
Prof. Dr. Barbara Jürgens
Dr. Gabriele Witter
Hermann Reuke
Vortrag
Prof. Dr. Frans van Vught
Forum B1
Mag. Elisabeth Fiorioli
Dipl.-Ing. Günter Heitmann
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Peter Pirsch
Forum B2
Fiona Crozier / Helka Kekäläinen
Moderation: Stefan Bienefeld
Forum B3
Min.-Dirig. Peter Greisler
Hermann Reuke
Moderation: Dr. Achim Hopbach
Forum B4
Uwe Brandenburg
Prof. Dr. Ellen Hazelkorn
Moderation: Dr. Michael Harms
Vortrag
Dr. Bryan Maguire
Forum C1
Dr. Bryan Maguire
Prof. David Vaughan
Moderation: Birgit Hennecke
Forum C2
Karl-Heinz Minks
Thomas Reil
Moderation: Margret Schermutzki
Forum C3
Dr. Andreas Keller
Dr. Irene Seling
Moderation: Jan Rathjen
C4
Dr. Andreas Barz
Dr. Tobina Brinker
Moderation: Prof. Dr. Matthias Kettner
Fotos:
5. November 2007 / 6. November 2007