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Interne und externe Evaluation


Durch die interne und externe Evaluation soll die Qualität von Lehre, Studium und Forschung gesichert und verbessert werden. Hierbei kann Evaluation sowohl summativ zur Bewertung von Ergebnissen als auch formativ zur Begleitung und Beratung eingesetzt werden.

Die interne Evaluation ist eine kritische Bestandsaufnahme durch ein Fach/einen Fachbereich bezüglich des Geleisteten. In der externen Evaluation wird dies durch Gutachter (Peers) überprüft. Das zweistufige Verfahren wird häufig von Evaluationsagenturen oder Hochschulverbünden organisiert.

Mitte der 90er Jahre haben die Hochschulrektorenkonferenz und der Wissenschaftsrat das international erprobte Verfahren der internen und externen Evaluation den Hochschulen zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung empfohlen. Viele Hochschulen haben seitdem mit dem zweistufigen Verfahren Lehre, Studium und auch Forschung evaluiert.

Das Verfahren umfasst die Arbeitsschritte der internen Evaluation in Verantwortung der zu evaluierenden organisatorischen Einheit und die externe Evaluation durch Peers.

Die interne Evaluation ist im Wesentlichen eine systematische Bestandsaufnahme durch die Fächer/Fachbereiche. Außerdem wird in der internen Evaluation die zukünftige strategische Ausrichtung (das Profil) geklärt. Abgeschlossen wird die interne Evaluation mit einem Bericht (Selbstreport). Er fasst die Ergebnisse der internen Evaluation zusammen, d. h. er benennt vor allem die Stärken und Schwächen sowie die Maßnahmen zur künftigen Profilierung.

Die interne Perspektive wird durch den Blick von Außen ergänzt. Peers beurteilen abhängig von den Zielen des Evaluationsverfahrens Lehre, Studium und Forschung auf der Basis des Selbstreports und einer ein- bis zweitägigen Vor-Ort-Begehung. Ihre Empfehlungen und Anregungen erläutern die Peers zum Abschluss der Begehung und erstellen dann das schriftliche Gutachten.

Der Erfolg der internen und externen Evaluation hängt im Wesentlichen davon ab, ob aus der internen und externen Analyse angemessene Schlussfolgerungen gezogen werden und in ein „Follow up“ eingehen, das häufig als dritte Stufe der Evaluation bezeichnet wird. Hierzu werden häufig Zielvereinbarungen zwischen der evaluierten Einheit und der Hochschulleitung über die umzusetzenden Maßnahmen getroffen.


Tagung "Qualitätsentwicklung an Hochschulen – Erfahrungen und Lehren aus 10 Jahren Evaluation", 3./4.11.2005 in Bonn; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 8/2006

Tagung "Input-Output-Prozesse in der Qualitätsentwicklung: Anforderungen an Evaluation und Akkreditierung", 18./19.7.2005 in Bonn; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 1/2006 Band II

Tagung "Hochschulen entwickeln, Qualität managen: Studierende als (Mittel)punkt – Die Rolle der Studierenden im Prozess der Qualitätssicherung und -entwicklung", 10./11.3.2005 in Berlin; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 10/2005

Tagung "Qualitätsparameter und Leistungsindikatoren als Instrument der Hochschulentwicklung", 24./25.1.2005 in München; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 1/2006 Band I

Tagung "Evaluation – ein Bestandteil des Qualitätsmanagements an Hochschulen", 3./4.6.2004 in Hamburg; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 9/2004

Tagung "Akkreditierung und Evaluation – Zwei Ziele, ein Verfahren?", 19./20.4.2004 in Bonn; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 3/2005

Tagung "Bachelor und Master auf der Zielgeraden - Was bedeutet der Bologna-Prozess für die Evaluierung?", 11./12.3.2004 in Senftenberg, Lausitz