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Indikatorgesteuerte Mittelzuweisung


 
Durch Verfahren indikatorgesteuerter Mittelverteilung soll gewährleistet werden, dass Hochschulen, die mehr leisten, auch mehr Finanzmittel erhalten.

Die wichtigsten Leistungsindikatoren für die Lehre sind die Zahl der Studierenden in der Regelstudienzeit sowie die Zahl der Absolventen. Damit orientiert sich die Mittelverteilung an einer Nachfragegröße (Studierendenzahl) und an einer Output-Größe (Absolventenzahl). Am stärksten werden jedoch die Hochschulbudgets über den Nachfrageindikator "Zahl der Studierenden in Regelstudienzeit" gesteuert. In drei Ländern dominiert dieser Indikator so stark, dass er über die Hälfte der Hochschulbudgets bestimmt. Als Forschungsindikatoren werden beinahe ausschließlich Drittmittel und die Zahl der Promotionen verwendet.

Der Einsatz von Indikatoren zur leistungsorientierten Mittelzuweisung kann letztlich nur im Kontext der damit beabsichtigten Steuerungseffekte bewertet werden. Daher ist es notwendig, dass die Leistungen, also die Absichten, klar und transparent formuliert und die Wirkungen der indikatorgesteuerten Mittelverteilung kontinuierlich kontrolliert werden. Der Erfolg der bisherigen Verfahren kann nur langfristig beurteilt werden. Hierzu wäre es allerdings erforderlich, den Zusammenhang zwischen der Hochschulentwicklung und den leistungsorientierten Mittelzuweisungsverfahren zu untersuchen.

Tagung "Qualitätsorientierte Hochschulsteuerung und externe Standards", 2./3.11.2006 in Bonn, (Publikation in Vorbereitung)

Tagung "Hochschulsteuerung durch indikatorgestützte Mittelzuweisung", 17.3.2005 in Bonn; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 1/2006 Band I

Tagung "Qualitätsparameter und Leistungsindikatoren als Instrumente der Hochschulentwicklung", 24./25.1.2005 in München; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 1/2006 Band I