
Mit Hilfe dieser Methode soll der Blick von einer durch bloße finanzielle Aspekte gekennzeichneten Unternehmenssicht hin zu allen relevanten Teilen gelenkt werden. Dabei soll ein ausgewogenes („balanced“) Zielsystem („scorecard“) zwischen langfristigen Strategien und kurzfristigen Veränderungen entstehen.
Die Gestaltung von „Balanced Scorecards“ im Hochschulbereich ist flexibel. So können hier neben den vier Perspektiven, die aus der Wirtschaft bekannt sind, weitere Bereiche in die Betrachtung aufgenommen werden. Im Hochschulbereich ist es beispielsweise denkbar, zusätzlich Ziele im ideellen Bereich zu definieren oder die Frage nach dem gesellschaftlichen Auftrag zu stellen. Bedingung ist jedoch immer, Konsens über die Ziele der Hochschule zu erreichen und die Balanced Scorecard so zu gestalten, dass sie nicht nur als Abbildungssystem sondern auch und vor allem als Steuerungsinstrument einsetzbar wird.
Tagung "Qualitätsentwicklung an Hochschulen - Erfahrungen und Lehren aus 10 Jahren Evaluation", 3./4.11.2005 in Bonn; dokumentiert in: Beiträge zur Hochschulpolitik 8/2006