Bild von Studenten und Professoren
English | Impressum | Kontakt | Hilfe | Suche |  

Informationstag zur Systemakkreditierung. Grundlagen - Verfahren - Kriterien


19. Mai 2008, Köln, Maternushaus


Als Diskussiongrundlage stellte der Geschäftsführer des Akkreditierungsrats, Dr. Achim Hopbach, den ca. 170 Teilnehmenden die Grundlagen und Verfahren sowie die Kriterien der Systemakkrediterung vor. Die Rückfragen zu den Vorträgen zeigten, dass die Offenheit der Beschlüsse des Akkreditierungsrats den Hochschulen große Freiheit bei der Einrichtung selbstgestalteter Qualitätssicherungssysteme im Bereich Studium und Lehre eröffnet. Wesentlich ist allein die Funktionsfähigkeit des Systems. Doch schon hier zeichnete sich ab, dass die Teilnehmenden die Schwierigkeit des Umbruchs nicht unterschätzten: die Auswahl und Schulung der Gutachtergruppen, in denen Mitglieder mit Erfahrung aus der Hochschulleitung vertreten sein sollen und der Maßstab für die Bewertung der Erfüllung bzw. Nichterfüllung der Akkreditierungskriterien wurden als die zentralen Problemfelder identifiziert.
Im Anschluss daran stellten Frau Johanna Thünker, die Vertreterin der Studierenden im Akkreditierungsrat sowie Professor Pirsch und Professor Zintl als Hochschulvertreter im Akkreditierungsrat die Systemakkreditierung aus ihrer Perspektive dar. Es wurde deutlich, dass die Studierenden an die Umsetzung der Systemakkreditierung noch grundsätzliche Fragen bezüglich ihrer Tauglichkeit zur Sicherung der Qualität aller Studienprogramme stellen, während die Hochschulvertreter eher die Wirkung auf die Hochschulen selbst sowie die Notwendigkeit interner Umstrukturierungen betrachteten.
Professor Petzoldt, Prorektor Bildung der Technischen Universität Ilmenau, gab den Teilnehmenden Einblick in das Qualitätsmanagementsystem der TU, das die Qualitätssicherung von Lehre und Forschung in einem einzigen Modell zusammenführt, das klare Entscheidungs- und Verantwortungsstrukturen schafft und die Grundlage für eine mögliche Systemakkreditierung darstellen kann.
Das abschließende Podium mit den Vertreterinnen und Vertretern der Akkreditierungsagenturen gab den Teilnehmenden Gelegenheit, detaillierte Fragen an ihre möglichen Partner für ein Verfahren der Systemakkreditierung zu stellen. Das Interesse konzentrierte sich dabei auf die beiden Themen, die bereits am Anfang der Tagung als problematisch bezeichnet wurden: Gutachter und Beurteilungskriterien.
Dass die ersten Verfahren der Systemakkreditierung vom Akkreditierungsrat begleitet werden und das neue Verfahren nach einiger Zeit evaluiert werden sollen, ist ein Anzeichen dafür, dass die Erfüllung der komplexen Aufgabe, die die Hochschulen sich stellen wollen, mit Sorgfalt beobachtet wird.
Das große Interesse an diesem Informationstag bestärkt die Auffassung, dass die Hochschulen die Möglichkeit, die die Systemakkreditierung ihnen bietet (größere Autonomie bei größerem Umfang eigener Rechenschaftslegung) als Chance begreifen und gerne umsetzen möchten.


Programm

Vorträge:
Dr. Achim Hopbach
Johanna Thünker
Prof. Dr.-Ing. Peter Pirsch
Prof. Dr. Reinhard Zintl
Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Petzoldt