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Workshop


Quis custodiet ipsos custodes? Qualitätssicherung in Verwaltung und Leitungseinrichtungen von Hochschulen

4. Dezember 2008


Im Rahmen des Workshops „Quis custodiet ipsos custods? Qualitätssicherung in Verwaltung und Leitungseinrichtungen von Hochschulen“ am 4. Dezember 2008 in Bonn stellten Vertreter von vier Hochschulen vor rund 100 Teilnehmern ihre Erfahrungen im Bereich „change management“ und Verwaltungsmodernisierung vor, die sie in langjähriger Arbeit gesammelt haben.

Das einleitende Referat wurde vom Kanzler der Universität Mainz und Sprecher des Arbeitskreises der Kanzlerinnen und Kanzler der deutschen Universitäten, Götz Scholz gehalten. Er erläuterte unter Rückgriff auf das EFQM-Modell die zentrale Stellung von Geschäftsprozessanalysen für die Optimierung von Verwaltungshandeln. Weiterhin beschrieb er die Einbindung der Qualitätssicherungsbemühungen - im Bereich der Verwaltung maßgeblich durch die direkt beim Kanzler angesiedelte „Stabsstelle Innenrevision und Organisationsentwicklung“ - in das hochschulweite Qualitätssicherungskonzept der Hochschule.

Frau Dr. Gisela Nagel, Kanzlerin der Fachhochschule Köln, betonte die Wichtigkeit dialogorientierter Verfahren. Dies gelte sowohl hinsichtlich der Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als auch hinsichtlich der Involvierung der Leistungsabnehmer in die Veränderungsprozesse, die angesichts einer sich wandelnden Umwelt notwendig sind.

Die vom Hochschulrat initiierte externe Evaluation von Rektorat und Verwaltung und die Umsetzung der Ergebnisse in neueingerichteten Qualitätszirkeln wurde von Prof. Dr. Martin Oswald, Prorektor für Forschung, Entwicklung und internationale Beziehungen der Pädagogischen Hochschule Weingarten, beschrieben.

Das seit 2005 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster laufende Projekt „MOVE - Moderne Verwaltung", aus dem Sandra Schlösser, die Leiterin der Abteilung Personal- und Organisationsentwicklung, berichtete, zeichnet sich durch die Einbindung aller Hochschulangehöriger in ein Feedback-System aus. Eingehende Veränderungsvorschläge werden im Rahmen einer Lenkungsgruppe diskutiert, vom Projekt und zuständiger Verwaltungseinheit operationalisiert und von der entsprechenden Stelle umgesetzt.

Prof. Dr. Uwe Schimank, Prorektor für Lehre, Studium, Studienreform und Weiterbildung der FernUniversität in Hagen betonte in seinen abschließenden Überlegungen die Notwendigkeit von Qualitätssicherungsmaßnahmen im Bereich der Verwaltung. Die Akzeptanz derartiger Maßnahmen im Bereich Forschung und Lehre sei anderenfalls nicht sicherzustellen.


Begrüßung und Eröffnung
Brigitte Göbbels-Dreyling, stellvertretende Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz

Vortrag
Chancen, Möglichkeiten und Grenzen von Qualitätssicherung in der Verwaltung
Götz Scholz, Sprecher des Arbeitskreises der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten der Bundesrepublik Deutschland, Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Vortrag
Qualitätsmanagement in der Verwaltung - Mehr als Methodenkompetenz
Dr. jur. Gisela Nagel, Kanzlerin der Fachhochschule Köln

Vortrag
Beispiel Weingarten: Evaluation von Leitung und Verwaltung - Ein Erlebnisbericht
Prof. Dr. Martin Oswald, Prorektor für Forschung, Entwicklung und internationale Beziehungen der Pädagogischen Hochschule Weingarten (Handout)

Vortrag
Das Projekt MoVe - Etappenziele und Stolpersteine auf dem Weg zur mordernen Verwaltung
Sandra Schlösser, Abteilungsleiterin Personal- und Organisationsentwicklung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Schlusswort
Prof. Dr. Uwe Schimank, Prorektor für Lehre, Studium, Studienreform und Weiterbildung der FernUniversität in Hagen